Für Inhaber von Systemhäusern und IT-Dienstleistern

Sie halten hundert Betriebe am Laufen. Wer hält Ihren?

Was Sie in dreißig Jahren aufgebaut haben, steht nicht in Maschinen, sondern in Verträgen. Genau die liest ein Übernehmer zuerst. Wie belastbar sie sind, entscheidet, wer sich Ihr Haus überhaupt anschaut, und zu welchen Bedingungen Sie übergeben.

  • Systemhaus
  • Managed Services
  • IT-Security
  • Cloud und Hosting
  • ERP- und CRM-Integration
  • Individualsoftware
  • IT-Outsourcing

Der Blick des Übernehmers

So schaut ein Übernehmer auf Ihr Systemhaus

Wer heute ein Systemhaus übernimmt, stellt drei Fragen. Alle drei lassen sich mit Vorlauf beantworten. Ohne Vorlauf werden sie zu Abschlägen.

  1. Frage 1

    Was kommt jeden Monat wieder?

    Betreuungsverträge, Wartung, Cloud- und Lizenzabos, Monitoring. Ab etwa 70 Prozent wiederkehrendem Umsatz ändert sich, wer sich Ihr Haus überhaupt anschaut. Ein Umsatz, der überwiegend aus Projekten und weiterverkaufter Hardware besteht, wird anders gelesen: er muss jedes Jahr neu verdient werden.

  2. Frage 2

    Wem gehört die Kundenbeziehung?

    Ruft der Kunde bei Ihrem Haus an oder bei Ihnen persönlich? Kennt ein zweiter Techniker die gewachsene Umgebung des größten Kunden? Wenn die Antwort dreimal auf dieselbe Person zeigt, kauft der Übernehmer keine Firma, sondern deren Anwesenheit. Das drückt den Preis und verlängert Ihre Übergabezeit.

  3. Frage 3

    Was hält der Vertrag aus?

    Laufzeiten, Kündigungsfristen, Preisanpassung, automatische Verlängerung. Und die Frage darunter: Was steckt eigentlich in der Leistung? Verträge, hinter denen Verantwortung für den laufenden Betrieb steht, werden anders bewertet als Verträge, die im Kern abgerechnete Stunden sind. Genau diese Unterscheidung nehmen Käufer heute sehr genau.

Was Abschläge kostet

  • Ein Kunde über einem Drittel vom Umsatz. Übernehmer rechnen das als Risiko, nicht als Referenz.
  • Ein Techniker, ohne den zwei Kundenumgebungen niemand versteht. Dokumentation ist hier bares Geld.
  • Verträge, die jedes Jahr neu verhandelt werden und keine Preisanpassung kennen.
  • Umsatz, der zum großen Teil aus weiterverkaufter Hardware besteht. Er zählt, aber er zählt anders.
  • Zahlen, die Projekt- und Vertragsgeschäft nicht sauber trennen. Unklarheit wird gegen den Verkäufer gepreist.
  • Zeitdruck. Wer verkaufen muss, verhandelt nicht mehr.

Ihr Schwerpunkt

Worauf es in Ihrem Schwerpunkt ankommt

Kein Systemhaus ist wie das andere. Ein Betreuer mit Wartungsverträgen wird anders gelesen als ein Projekthaus, ein Security-Spezialist anders als ein ERP-Integrator.

Systemhaus und Managed Services

  • Der Vertragsbestand ist das Unternehmen: Laufzeiten, Kündigungsfristen, Preisanpassung
  • Der Anteil wiederkehrender Umsätze entscheidet, welche Käufergruppe überhaupt hinschaut
  • Herstellerstatus und Zertifizierungen gehören dem Haus, nicht einem einzelnen Kopf

IT-Security und Cybersecurity

  • NIS2 und branchenspezifische Auflagen bringen Kunden, die freiwillig nicht gekommen wären
  • ISO 27001, TISAX oder BSI-Nachweise sind übertragbare Werte, wenn sie am Unternehmen hängen
  • Ein dokumentierter Notfallprozess wiegt schwerer als die Zahl der verkauften Lizenzen

ERP- und CRM-Integration

  • Der Partnerstatus beim Hersteller ist oft der eigentliche Kaufgrund
  • Wartungs- und Änderungsgeschäft am Bestand ist wiederkehrender Umsatz, auch wenn es nicht so heißt
  • Beraterwissen gehört in Vorlagen und Dokumentation, nicht nur in erfahrene Köpfe

Cloud, Hosting und Rechenzentrum

  • Eigene Hardware im Keller wird geprüft wie ein Maschinenpark: Alter, Auslastung, Ersatzbedarf
  • Verträge mit klarer Verfügbarkeitszusage sind belastbarer als Handschlagabsprachen
  • Der Weg vom eigenen Blech in die Hyperscaler-Welt gehört erklärt, bevor ein Käufer danach fragt

Individualsoftware und Entwicklung

  • Wartungs- und Pflegeverträge am Bestand tragen den Wert, nicht das nächste Projekt
  • Quellcode, Lizenzlage und Rechte an Kundenlösungen gehören eindeutig geklärt
  • Technische Schulden werden im Verkaufsprozess gefunden. Besser, Sie finden sie vorher

IT-Outsourcing und Anwenderbetreuung

  • Leistungsscheine und messbare Zusagen machen den Bestand überhaupt erst bewertbar
  • Die Mannschaft ist das Produkt: Fluktuation und Nachbesetzung stehen auf jeder Prüfliste
  • Standardisierte Abläufe schlagen individuelle Heldentaten, sobald jemand von außen draufschaut

Ihr Schwerpunkt ist nicht dabei?

Die Fragen sind überall dieselben, die Antworten nicht. Im Erstgespräch bekommen Sie die Einordnung für Ihr Haus.

Zum Erstgespräch

Die andere Seite

Wer heute Systemhäuser übernimmt

Von allen Betrieben im Mittelstand werden IT-Dienstleister am regelmäßigsten übernommen. Vier Gruppen begegnen uns immer wieder:

  • Systemhausgruppen und Konsolidierer

    Häuser wie Bechtle, Cancom oder netgo wachsen seit Jahren auch durch Zukäufe, und sie kaufen Betriebe in Ihrer Größenordnung. Was sie suchen, ist selten die Technik. Es ist der Vertragsbestand und die Mannschaft.

  • Beteiligungsgesellschaften mit Plattformstrategie

    Sie kaufen ein größeres Haus als Kern und bauen kleinere an. Ein Punkt, den viele Inhaber überrascht: Sie erwarten fast immer, dass der Altgesellschafter beteiligt bleibt und weiter mitarbeitet. Wer das früh weiß, verhandelt anders.

  • Ihre eigenen Leute

    Der Technikleiter oder ein Team aus zwei, drei Führungskräften. Sie kennen die Kunden und die Umgebungen besser als jeder Externe, und sie brauchen fast immer Hilfe bei Kaufpreis und Finanzierung. Beides lässt sich vorbereiten.

  • Das Systemhaus in der Nachbarstadt

    Der Wettbewerber, mit dem Sie sich auf Herstellerveranstaltungen begegnen, sucht Kunden, Verträge und vor allem Techniker. Wichtig: Er erfährt von Ihren Plänen erst, wenn Sie es entscheiden, und zunächst ohne Ihren Namen.

Vielleicht hat schon einmal jemand bei Ihnen angefragt. Solches Interesse ist ein gutes Zeichen. Es heißt aber nicht, dass Sie mit dem Ersten sprechen müssen, der fragt. Wer seine Möglichkeiten kennt, vergleicht.

Ihre Entscheidung

Vier Wege, eine Entscheidung: Ihre

Am Anfang steht keine Entscheidung, sondern eine einfache Frage: Welche Wege gibt es? Was bringt jeder Weg, wie viel Zeit braucht er, und was lässt sich heute tun, damit der Wunschweg offen bleibt.

Familie

In der IT seltener als im Handwerk, und wenn, dann selten ohne Konflikt: Die nächste Generation hat oft eigene Vorstellungen von Technik. Wo der Weg trotzdem passt, braucht er den meisten Vorlauf, weil neben der Firma auch Absicherung und Gerechtigkeit geregelt sein wollen.

Ein Mitarbeiter

In Systemhäusern der naheliegendste Weg, weil das Wissen ohnehin im Team liegt. Der Engpass ist nie die Fachkenntnis, sondern die Finanzierung. Machbar, wenn Kaufpreis und Modell früh und realistisch aufgesetzt werden.

Ein externer Nachfolger

Das größte Feld, vom Unternehmer, der ein Haus sucht, bis zum Wettbewerber. Er verlangt ein Haus, das sich von außen lesen lässt: getrennte Zahlen für Projekt- und Vertragsgeschäft, dokumentierte Kundenumgebungen, klare Verantwortlichkeiten.

Anschluss an eine Gruppe

Ihr Haus wird Teil eines größeren, Sie bleiben oft eine Zeit lang beteiligt und an Bord. Für viele Inhaber der ruhigste Weg, weil Kunden und Mitarbeiter eine Perspektive bekommen. Er verlangt einen Vertragsbestand, der eine Prüfung übersteht.

Wer diese Wege kennt, entscheidet gelassener.

Der Faktor Zeit

Warum Vorlauf den Unterschied macht

dauert im Schnitt die Suche nach einem externen Nachfolger für ein Systemhaus
Ø 9 Monatedauert im Schnitt die Suche nach einem externen Nachfolger für ein Systemhaus
Übergabezeit danach, in der die Kundenbeziehungen auf den Nachfolger übergehen
6–12 MonateÜbergabezeit danach, in der die Kundenbeziehungen auf den Nachfolger übergehen
braucht ein Vertragsbestand, um sich spürbar zu verändern
2–3 Jahrebraucht ein Vertragsbestand, um sich spürbar zu verändern

Systemhäuser wechseln schneller den Besitzer als Fertigungsbetriebe, weil das Käuferfeld größer ist. Was nicht schnell geht, ist die Vorbereitung: Ein Vertragsbestand verschiebt sich nicht in einem Quartal, und ein Haus lernt nicht in sechs Wochen, ohne seinen Inhaber zu laufen. Das ist keine Drohung, sondern eine Entlastung. Wer früh anfängt, muss nichts überstürzen. Und wer später dran ist, hat weniger Wege, aber nie keinen.

Häufige Fragen

Wer Sie begleitet

Nico Bresson

Gründer von Noren

Nico Bresson

Ich komme aus der Software. Fünfundzwanzig Jahre, vom Entwickler bis zur Verantwortung für Produkt und Technik. Ich weiß, wie ein gewachsener Vertragsbestand aussieht, woran man technische Schulden erkennt und warum der größte Kunde selten der beste ist.

Das ist der Grund, warum ich mit Systemhäusern arbeite. Ich kann Ihre Zahlen und Ihre Verträge lesen, ohne dass Sie mir Ihr Geschäft erklären müssen. Dazu die andere Seite: Ich habe selbst zwei Unternehmen aufgebaut und verkauft und kenne die Käuferperspektive aus der M&A-Welt.

Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf Ihr Haus, so wie ein Übernehmer es heute sieht. Dafür will ich nichts.

Vertraulich, am Telefon oder per Video

Solche Fragen bespricht man ungern im eigenen Umfeld. Nicht mit der Bank, nicht mit dem Hersteller, nicht mit dem Kollegen aus dem Verbund. Deshalb beginnt bei Noren alles mit einem vertraulichen Gespräch: eine halbe Stunde, in der wir Ihr Haus gemeinsam mit den Augen eines möglichen Übernehmers durchgehen. Ob Sie schon Pläne haben oder noch gar keine, spielt keine Rolle. Alles, was wir besprechen, bleibt unter uns.

Unverbindliches Erstgespräch

Kein Formular, keine Unterlagen nötig. Ein Gespräch, mehr nicht.